WARUM ICH ....DAS MACHE

Wenn ich einen Auftrag übernehme, habe ich trotz Festpreis kein Zeitlimit, um den verstorbenen Menschen aus Erzählungen der Angehörigen und eigenen Recherchen kennenzulernen. So entwickelt sich ein vertrautes Verhältnis - es entsteht eine besondere persönliche Verbindung zu "meinen Toten". Positive Rückmeldungen bestätigen regelmäßig, dass dieser Anspruch meine Dienstleistung so hochwertig macht.

Meine Arbeit beginne ich grundsätzlich mit einem weißen Blatt am Schreibtisch. Vorgefertigte Reden und Massenabfertigung sind nicht mein Ding. Routine passt nicht zu meinen Trauerfeiern - jede soll einmalig sein. Ich mache diese Arbeit auch nicht wegen dem Verdienst, sondern weil es mich erfüllt, anderen beizustehen.

 

Ich bin kein Trauerredner, weil Sie mit mir trotz aller Trauer das Leben feiern und damit die Erinnerung wachhalten. Ich bin Freier Redner, weil meine Auftraggeber mit mir keine Einschränkungen haben, weder kirchlicher noch weltlicher Natur – alles ist möglich. Das hat sich gerade in Corona-Zeiten bewährt.

Es ist kein Job für mich, sondern meine Bestimmung. Als Kind wollte ich immer Pfarrer werden und keiner in meinem Umfeld konnte sich diesen Wunsch erklären. Heute spüre ich bei meiner Arbeit, dass sie immer schon da war – diese Bestimmung, Menschen in schweren Stunden mit meiner Gabe beizustehen. Deshalb bin ich froh und dankbar, mit meiner Arbeit am richtigen Platz sein zu dürfen.


Mein Weg dahin war spannend und interessant. Seit 1999 leite ich Veranstaltungen und spreche dort. Seit 2002 spreche ich Nachrufe zu Ehren verstorbener Personen für deren Angehörige und Freunde auf Beerdigungen, seit 2018 als ausgebildeter Freier Redner.